AKTUELL:
An alle Freundinnen und Freunde des Handschuhsheimer Feldes:

Am 28.3.2019 wird der Gemeinderat der Stadt Heidelberg über Verkehrsmaßnahmen im Handschuhsheimer Feld entscheiden.

Helfen Sie mit, die lebendige Vielfalt des Handschuhsheimer Feldes zu bewahren, und weiteren Verlust an fruchtbaren Ackerflächen zu verhindern.

Bitte unterstützen Sie unsere Online-Petition unter dem Titel:

Kein Park+ Ride mit Shuttlebus

im Handschuhsheimer Feld!   

Bitte unterschreiben Sie (6.2.-17.3.19) auf der Plattform www.openpetition.de/handschuhsheimerfeld 

Die Petition an den Gemeinderat der Stadt Heidelberg im Wortlaut:


Was ist geplant?

Die Stadtverwaltung Heidelberg plant zur Entlastung der Verkehrssituation im Neuenheimer Feld provisorische Maßnahmen.

Im nördlichen Bereich des Handschuhsheimer Feldes (Gewann Farrwiesenäcker) soll eine Ackerfläche von 13.000 m² aufgeschottert werden. Ein beleuchteter Park+ Ride- Parkplatz für 400 Autos und eine Fahrradabstellanlage sollen hier entstehen. Ein Busshuttle soll über den Allmendpfad und die Tiergartenstraße in Richtung Neuenheimer Feld fahren. Die Endstation ist noch nicht bekannt.

Die Kosten für den Parkplatz und die Verbreiterung der Feldwege sind mit 4 Millionen Euro veranschlagt. Für diese Investition werden Mittel, die zur Förderung des ÖPNV bereitstehen, eingesetzt.

Gibt es Alternativen?

Inzwischen gibt es zahlreiche alternative Vorschläge zur schnellen Verbesserung der Verkehrssituation. Sie sind generell mehr zielführend und kostengünstiger. Auf dem Campus INF besteht ein Infrastrukturdefizit. Ungünstig geschaltete Ampelanlagen, Verzögerungen bei der Einfahrt in Parkanlagen und gesperrte Straßen verursachen rückstaubedingte Verkehrsbehinderungen in den angrenzenden Stadtteilen. Eine leistungsstarke Personenbeförderung ist nicht vorhanden. Im gerade laufenden Masterplan-Verfahren Neuenheimer Feld schlagen alle beteiligten Planungsteams vor, zur verkehrlichen Erschließung separate Buslinien und Straßenbahnen einzusetzen. Die Lösung der Probleme liegt also entscheidend innerhalb des Campus und nicht auf unseren Äckern.

Welche Folgen hätten die provisorischen Maßnahmen?

Fruchtbares Ackerland würde zerstört werden.

Ein planierter, geschotterter Autoabstellplatz wäre durch Verdichtung und den  Schadstoffeintrag der parkenden Fahrzeuge auch nach dem Rückbau langfristig nicht mehr als Anbaufläche von Lebensmitteln geeignet.

Die bestehenden Feldwege sind nicht schwerlasttauglich und zu schmal für die gleichzeitige Nutzung durch Busse, Fußgänger, Radfahrer und landwirtschaftlichen Verkehr. Erforderliche Wegverbreiterungen bedeuten zusätzliche Flächenverluste. 

Die Belastung durch Feinstaub, Abgase und Lärm im laufenden Shuttle-Betrieb würde die Qualität unserer Erzeugnisse gefährden und den Erholungswert für alle Feldnutzer schmälern. Auch wäre unsere verkehrliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet.

Die Bewirtschaftung der Äcker würde erschwert werden.

Das Handschuhsheimer Feld  ist eine einzigartige Kulturlandschaft.

Es ist das größte Anbaugebiet für Obst und Gemüse auf Heidelberger Gemarkung und ist wichtig für die regionale Versorgung mit frischen Produkten.

Die Mischung von modernem Gemüsebau, Landwirtschaft und Freizeitgärten mit den alten Obstbäumen als Zeugen traditioneller Feldkultur, machen das Feld zu einem beliebten Naherholungsgebiet. Es ist ein Rückzugsort für Wildtiere und Vögel und weist eine große Artenvielfalt auf. Gerade im eher landwirtschaftlich genutzten Randbereich (geplanter Parkplatz) wäre eine Störung und Vertreibung der Wildtiere durch die Dauerbeleuchtung in weitem Umkreis unvermeidlich.

Für viele Heidelberger ist das fruchtbare Handschuhsheimer Feld von großer  Bedeutung. Es dient ihrer Ernährung, Freizeitgestaltung, Erholung, ist angenehme, schnelle Radfahrstrecke und sichert  die Existenz des Erwerbsgartenbaus.

Das Stadtklima wird durch die im Feld entstehende Kaltluft positiv beeinflusst.

Jede weitere Versiegelung unterläuft die Forderungen nach Bodenschutz, Klimaschutz und umweltverträglicher Mobilität einer zukunftsorientiert und verantwortungsvoll handelnden Stadtgesellschaft.

Als die Interessen aller Bevölkerungskreise vertretende Gemeinderätinnen und Gemeinderäte wenden wir uns an Sie. Wir fordern Sie auf, die lebendige Vielfalt des Handschuhsheimer Feldes zu schützen.

Bitte verhindern Sie den Verlust weiterer Ackerflächen, bitte stimmen Sie gegen den provisorischen P+R- Parkplatz mit Shuttlebus im Handschuhsheimer Feld.

Petitionsinitiator:
Gärtnervereinigung Heidelberg-Handschuhsheim
Hans Hornig,  Gewann Fischpfad 18, 69121 Heidelberg

Unterstützer:
Obst- und Gartenbauverein Handschuhsheim e.V., Handschuhsheimer Feldkultur e.V., Interessengemeinschaft Handschuhsheim e.V., Kreisbauernverband Rhein-Neckar Ortsgruppe Handschuhsheim e.V., Stadtteilverein Handschuhsheim e.V.

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Bitte unterstützen Sie unsere Online Petition (6.2.-17.3.19) unter dem Titel:

Kein Park+ Ride mit Shuttlebus
im Handschuhsheimer Feld! 

Bitte unterschreiben Sie auf der Plattform www.openpetition.de/handschuhsheimerfeld 

Weitere Informationen:
www.tiefburg.de  www.heidelberg.de  www.masterplan-neuenheimer-feld.de


Gärtnervereinigung

Die Gärtnervereinigung Heidelberg-Handschuhsheim ist ein eingetragener Verein mit derzeit 96 Mitgliedern. Zu den Mitgliedern der Gärtnervereinigung zählen überwiegend Gärtner. Sie betreiben – oder haben ehemals betrieben – Gemüsebau hauptsächlich in Heidelberg-Handschuhsheim und Dossenheim, sowie einige Mitglieder in den angrenzenden Nachbargemeinden.

Die Gärtnervereinigung, damals trug sie noch den Namen Viola, wurde 1902 mit folgenden Zielen gegründet:

  • • Gemeinsame Beschaffung von Materialien wie zum Beispiel Heizmaterial, technischen Geräten und Düngemitteln
  • • Verbesserung der Vermarktung
  • • Informationsbeschaffung und Informationsaustausch darunter auch gemeinsame Lehrfahrten
  • • Beschickung von Gartenbaustellungen
  • • Gemütliches Beisammensein zum Beispiel Frauenausflug, Seniorenausflug, Gärtnerball

 

Betriebe
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Anbau
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